Leben mit Depressionen

Comicfrau mit lilanen Haaren und Hand um den Hals
In den Fängen der Depression. Bild von Freepik

Inhalt

Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die zu den affektiven Störungen zählt und das Leben der Betroffenen grundlegend verändert. Doch wie ist das Leben mit Depressionen wirklich? Und was kann man tun, wenn man selbst oder eine einem nahestehende Person betroffen ist? In diesem Artikel werden wir das Thema ausführlich beleuchten.

Wie fühlt sich das Leben mit Depressionen an?

Das Leben mit Depressionen kann von unterschiedlichen Symptomen geprägt sein. Als sogenannte Hauptsymptome gelten dabei Antriebslosigkeit, Interessenverlust sowie eine depressive Stimmung. Daneben kommen weitere Symptome vor, beispielsweise Schlafstörungen, Suizidgedanken oder Zukunftsängste. Je nachdem, welche Symptome bei einer betroffenen Person konkret vorliegen, wird dann eine Diagnose vergeben, beispielsweise kann eine leichte depressive Episode, aber auch eine mittelgradige oder schwere Depression diagnostiziert werden. Darüber hinaus gibt es noch einige weitere diagnostische Unterscheidungen, die wir hier der Einfachheit halber überspringen (weiterführende Informationen zu allen Diagnosen im Bereich der affektiven Störungen gibt es hier).

Ebenfalls typisch für das Leben mit Depressionen sind negative Selbstgespräche, beispielsweise wie in der Serie Bojack Horseman dargestellt:

Wer erkrankt an Depressionen?

Depressionen kennen keine Grenzen. Sie können jeden treffen, unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialem Status. Es gibt jedoch Faktoren wie genetische Veranlagung, belastende Lebensereignisse, chemische Ungleichgewichte im Gehirn und bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die das Risiko erhöhen können. Die Realität ist, dass es jeden treffen könnte.

Wie verlaufen Depressionen?

Der Verlauf variiert von Person zu Person, und es gibt verschiedene Formen von Depressionen. Eine depressive Episode kann diagnostiziert werden, wenn die Symptome seit mindestens 14 Tage bestehen, wobei Verläufe von mehreren Monaten keine Seltenheit sind. Es gibt auch eine chronische Version der Depression, die in ihrer Intensität zwar geringer ausfällt als eine depressive Episode, dafür jedoch jahrelang (mindestens 2 Jahre) besteht.

Depressive Episoden kommen häufig mehrmals im Leben einer betroffenen Person vor. Es ist jedoch auch möglich, dass man nur einmal von einer Depression getroffen wird. Grundsätzlich gilt bei der Depression, dass jede Episode die letzte sein könnte und je früher man die Erkrankung behandeln lässt, desto früher kann man damit rechnen, keine weiteren depressiven Episoden mehr zu bekommen.

Leben mit Depressionen – Was hilft?

Die gute Nachricht ist, dass es Wege gibt, mit Depressionen umzugehen. Hier werfen wir einen Blick auf mögliche Ansätze:

Was können Betroffene selbst tun?

  • Therapie: Sich professionelle Hilfe zu suchen, kann ein Schlüssel sein. Therapieformen wie kognitive Verhaltenstherapie oder psychodynamische Therapie können helfen, negative Denkmuster zu durchbrechen.
  • Medikamentöse Behandlung: In einigen Fällen kann die Einnahme von Antidepressiva den neurochemischen Ungleichgewichten entgegenwirken. Die Verschreibung solcher Medikamente muss von Ärzten erfolgen, beispielsweise Psychiatern.
  • Selbstfürsorge: Kleine Schritte wie regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und gesunde Ernährung können einen großen Unterschied machen. Dabei musst du nicht gleich den Mount Everest besteigen, 12 Stunden fest durchschlafen und auf eine perfekte Nährstoffzufuhr achten – wie gesagt, es geht hier erstmal um kleine Schritte, so, dass diese gut für dich zu bewerkstelligen sind.
  • Kommunikation: Vertraue dich nahestenden Personen an oder wende dich zum Beispiel an deinen Hausarzt. Du musst dein Leben mit Depressionen nicht alleine in den Griff bekommen, sondern darfst auch Hilfe von außen in Anspruch nehmen.

Was können Angehörige tun?

  • Verständnis zeigen: Versuche, die Gefühle deines Angehörigen zu verstehen, ohne zu urteilen. Eine Depression ist eine ernste Erkrankung, kein Zeichen von Schwäche.
  • Unterstützung anbieten: Biete Hilfe bei alltäglichen Aufgaben an. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied machen. Manchmal kann es hilfreich sein, direkt nachzufragen, was der Betroffene gerade benötigt.
  • Kommunikation: Wenn möglich, bleibe im Kontakt und halte die Kommunikation aufrecht. Gleichzeitig ist es jedoch wichtig, Grenzen zu respektieren (siehe nächster Punkt).
  • Grenzen respektieren: Sofern kein Notfall vorliegt, zwinge keine Lösungen auf. Zeige Verständnis dafür, dass Heilung Zeit braucht.
  • Schreite im Notfall ein: Wenn der Betroffene suizidal ist, muss natürlich auch gegen den Willen des Betroffenen eingeschritten werden. In so einem Fall kann man direkt den Notruf / die Polzei anrufen.

Fazit – Leben mit Depressionen

Das Leben mit Depressionen ist eine Reise voller Herausforderungen, aber auch Hoffnung. Es ist wichtig zu verstehen, dass du nicht allein bist und Hilfe verfügbar ist. Über deine Gefühle zu sprechen und Unterstützung zu suchen, ist ein großer Schritt in Richtung Heilung. Es kann sehr hilfreich sein, anderen Personen von deiner momentanen Lage zu berichten. Vielleicht gibt es in deinem Umfeld jemanden, dem du dich anvertrauen kannst. Auch ein Gespräch mit deinem Hausarzt kann ein guter erster Schritt sein. Hier findest du weiterführende Informationen darüber, wie sich Depressionen behandeln lassen.

Quellen

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